Überwältigender Erfolg für „Sing mit John Rutter“ in Nürnberg

Sicher ein Höhepunkt des fränkischen Chorjahres: Das Konzert „Sing mit John Rutter“ am 1. November 2026 in der Nürnberger Meistersingerhalle war ein fulminanter Erfolg.

1600 Chorsingende im Publikum, ausgewählte Chöre auf der Bühne und natürlich die Nürnberger Symphoniker als Veranstalter machten den Abend mit dem weltbekannten britischen Komponisten zu einem unvergesslichen Erlebnis. Der Fränkische Sängerbund war dabei für die Organsisation und Umsetzung des gesanglichen Teils der Veranstaltung verantwortlich. Nachdem die neue Intendantin der Nürnberger Symphoniker, Madeleine Landlinger, und FSB-Bundeschorleiter Gerald Fink, die Gäste und Mitsingenden begrüßt hatten, galt zunächst alle Aufmerksamkeit dem Requiem von Sir John Rutter, das die Symphoniker zusammen mit einem Projektchor aus den Chören Sonoris, Vocanta und Klangrausch in wunderbarer Harmonie auf zur Aufführung brachten. Joachim Adamczewski hatte in der Zeit der Vorbereitung von Seiten des FSB die chormusikalische Leitung für das Gesamtprojekt übernommen, so dass John Rutter nun mit großem Vertrauen am Pult stehen konnte.
In der Pause ein paar Aufwärmübungen mit Madlen Hiller, und dann konnte es für 1600 Stimmen losgehen mit dem „Sing with John Rutter“. Neun Kompositionen des britischen Komponisten wurden teils auf Englisch, teils auf Deutsch gesungen, und die prachtvolle Wucht, mit der die Stimmen die Meistersingerhalle füllten, machte hör- und spürbar, mit wie viel Lust die Singenden aus vielen Chören Frankens und der Oberpfalz bei der Sache waren. Akribisch hatten sie sich vorbereitet, nicht zuletzt noch am Vortag bei einer Generalprobe mit John Rutter, bei der die Pianistin Uta Walther für die instrumentale Begleitung und Führung sorgte.
Riesigen Applaus erhielten im zweiten Teil auch der Kinderchor des Fränkischen Sängerbundes sowie die Jungen Stimmen der Windsbacher, die unter der Leitung von Kilian Stein drei Kompositionen von Rutter einstudiert hatten. Wie Profis schafften sie es, ihr Lampenfieber unter Kontrolle zu halten und eine tadellose Vorstellung zu geben. Umgekehrt darf konstatiert werden: Die Nürnberger Symphoniker brillierten, indem sie das Dirigat von John Rutter punktgenau umsetzten und dabei den jungen Chor gefühlvoll mitnahmen.
Am Ende intonierten die 1600 Singenden in Begleitung der Symphoniker eines der wohl bekanntesten Stücke Rutters: „The Lord bless you and keep you“. Beseelt und dankbar traten die Chorsingenden anschließend den Heimweg an, die meisten sicher froh, dass sie sich diese einmalige Chance, mit Sir John Rutter zu singen, nicht haben entgehen lassen. Viele nahmen sogar ein Foto mit dem Meister mit nach Hause, im „Handygepäck“ sozusagen, denn der große Meister zeigte sich an diesem Wochenende überaus nahbar. Selfies mit ihm waren eigentlich gar kein Problem.
Matthias Kronau