Ludwig Gebhard

Ludwig Gebhardgeboren am 7.3.1907
verstorben 1993

Gebhard war von 1931 bis 1933 als Assistent an der Lehrerbildungsanstalt in Eichstätt tätig, bevor er wie seine beiden Komponistenbrüder Max und Hans bei Prof. Joseph Haas an der Musikhochschule München 1933 bis 1935 Komposition studierte und dort auch dessen Meisterklasse 1936 absolvierte. Nach kurzer Tätigkeit als Volksschullehrer von 1935 bis 1939 und Kriegsdienst während des Zweiten Weltkriegs was er als Studienrat für Musik und Kulturkunde an der Frauenfachschule in Nürnberg 1939 bis 1959 tätig. Als Nachfolger von Waldemar Klink leitete er sodann bis zu seiner Pensionierung 1973 die Städtische Singschule in Nürnberg und baute dieses Institut durch Einführung von Instrumentalklassen und eines Schulorchesters zur Musikschule aus. Daneben gründete er in Nürnberg ein Singschulwerk des Regierungsbezirks Mittelfranken zur Ausbildung von Lehrkräften im Fach Singen, als dessen Leiter Gebhard auch fortan fungierte. Ferner führte er an verschiedenen Orten im Inland, darunter auch am Staatlichen Institut in Dillingen, Lehrgänge für Stimmbildung, Chorsingen und Dirigieren durch und war langjähriger Leiter von Chor und Orchester des "Kaufmännischen Vereins Merkur" in Nürnberg. Nach der Pensionierung war er bis 1980 Vorsitzender des Verbandes der Bayerischen Sing- und Musikschulen, anschließend dessen Ehrenvorsitzender. Seine zahlreichen Chorwerke, darunter Kantaten, szenische Kantaten, Liedsätze und Chorsuiten wurden größtenteils bei den Verlagen Böhm und Sohn, Schott und Tonos veröffentlicht. Für sein Wirken erhielt Gebhard 1979 das Bundesverdienstkreuz am band und 1980 die Carl-Orff-Medaille des Verbandes der Bayerischen Sing- und Musikschulen. 1982 wurde er Ehrenmitglied des FSB.


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