Aktuelles

Corona-Virus – Info Stand 05.06.2020

Wann können die Chöre wieder proben?

Das FSB-Präsidium steht in engem Kontakt mit den Präsidien der anderen Bayerischen Chorverbände, dem Bayerischen Musikrat, sowie den Staatsministerien für Gesundheit und Kultus.
Um verbindliche Aussagen für die Chorszene wird aktuell beraten. Sobald entsprechende Ergebnisse vorliegen, werden diese über die Homepage des FSB veröffentlicht.

Ihr Fränkischer Sängerbund e.V.

Sängermuseum wieder geöffnet

Benjamin Strasser MdB, Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V.Seit dem 11.05.2020 ist es den Museen in Bayern wieder gestattet, Besucherinnen und Besucher zu empfangen. Auch die Pforten des Sängermuseum stehen offen, wenngleich es einige Auflagen zu erfüllen gibt. Für Ihren Besuch im Sängermuseum heißt das unter anderem:

  • Gruppenbesuche und Gruppenführungen können bis auf Weiteres nicht stattfinden.
  • Sollten Sie sich krank fühlen, allgemeine Erkältungssymptome (Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, etc.) aufweisen, Fieber haben oder in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einer an COVID-19 erkrankten Person gehabt haben, dürfen wir Ihnen den Zutritt zum Sängermuseum leider nicht gestatten.
  • Das Museum darf, wie andere öffentliche Bereiche auch, nur mit einer Mund-Nase-Bedeckung („Community-Maske“, OP-Maske, Schal, Halstuch, o.ä.) betreten werden.
  • Auch im gesamten Museumsbereich gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Museumsgästen und den Mitarbeitern. Markierungen am Fußboden helfen Ihnen, den Abstand einzuhalten.
  • Pro 20qm Ausstellungsfläche darf sich nur eine Person in den Ausstellungsräumen aufhalten. Im Sängermuseum dürfen sich daher maximal 5 Personen zeitgleich in der Ausstellung befinden, davon 2 Personen im Untergeschoss und 3 Personen im Obergeschoss der Dauerausstellung.
  • Für die zusätzliche Handhygiene werden Ihnen im Eingangsbereich sowie in den sanitären Einrichtungen Handdesinfektionsmittel in Armhebelspendern zur Verfügung gestellt. Bitte benutzen Sie diese auch.
Vor und während Ihres Aufenthaltes können Sie sich bei Fragen und Unsicherheiten jederzeit – natürlich mit Abstand – an das Aufsichtspersonal wenden. Auch wenn es für uns mit einem deutlichen Mehraufwand verbunden ist, den Museumsbetrieb aufrecht zu erhalten, ist es uns ein großes Anliegen, in Zeiten von Corona und Kontaktbeschränkungen ein Zeichen zu setzen und das allgemeine Bedürfnis nach Kultur und Bildung ein Stück zu stillen. Wir werden natürlich alles tun, um Ihnen einen angenehmen und vor allem sicheren Aufenthalt im Sängermuseum bieten zu können und freuen uns jetzt schon auf Ihren Besuch.

Sängermuseum
Am Spittel 2-6
91555 Feuchtwangen
09852/4833
info@saengermuseum.de

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Freitag
10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Eintritt: 5 €, ermäßigt: 2,50 €

Wann kann wieder gemeinsam musiziert werden?

Stellungnahme zur aktuellen Situation der Amateurmusik

Benjamin Strasser MdB, Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V.
im Bild: Benjamin Strasser MdB, Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V. (Foto: Tanja Ruetz)
Die COVID-19-Pandemie hat das Leben in unserem Land eingeschränkt. Auch die ca. 14 Millionen Menschen in Deutschland, die normalerweise in ihrer Freizeit gemeinsam musizieren und unser immaterielles Kulturerbe bewahren und weiterentwickeln, können dies aktuell nicht tun. Täglich fallen ca. 1.400 Veranstaltungen in der Amateurmusik aus und die unzähligen Dirigent*innen, Pädagog*innen und Dozent*innen, welche bislang die hohe Leistungsfähigkeit und Qualität der ca. 100.000 Ensembles sicherten, sind existentiell bedroht.

Der Bundesmusikverband Chor & Orchester weiß um die großen Belastungen in der Amateurmusikszene, welche die meist ehrenamtlich getragenen Vereine und Ensembles voraussichtlich auch noch lange nach dieser Krise beschäftigen werden und hat diese auch mehrfach an die Bundesregierung artikuliert. An dieser Stelle sei ausdrücklich dem Deutschen Kulturrat und dem Deutschen Musikrat für ihren unermüdlichen und großartigen Einsatz in der aktuellen Situation, auch insbesondere für die Interessen der Amateurmusik, gedankt.

Für unsere symbiotische Zielgruppe, die selbständigen Künstler*innen, Dirigent*innen und Pädagog*innen, konnte auf Bundesebene bereits einiges im Bereich der Existenzsicherung erreicht werden. Ebenso wurde es ermöglicht, dass Versammlungen von Vereinen ausnahmsweise auch digital stattfinden können, selbst wenn dies nicht in der Satzung erlaubt ist.

Gemäß Infektionsschutzgesetz und den getroffenen Beschlüssen der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsident*innen sind ab nun insbesondere die jeweiligen Bundesländer für die konkreten Einschränkungen bzw. Genehmigungen in Bezug auf die Verbreitung des Virus zuständig. Von Bundesseite aus können wir hier daher in diesem Bereich aktuell nur für eine möglichst abgestimmte und koordinierte Vorgehensweise werben. Wir fordern von den Bundesländern Rechtssicherheit für Vereine und Ensembles durch klare Benennung in einfacher Sprache in den entsprechenden Regelungen, die wir für die Amateurmusik stets gesammelt auf unserer Internetseite veröffentlichen.

Leider steht der wissenschaftliche Erkenntnisprozess bzgl. der exakten Verbreitung von Aerosolen beim gemeinsamen Muszieren noch ganz am Anfang. Die verschiedenen Ergebnisse einzelner Experimente und Studien müssen noch im Labor verifiziert und von Virolog*innen in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt werden. Aktuell herrscht viel Verunsicherung durch verschiedene, sich teilweisende widersprechende Empfehlungen und Veröffentlichungen. Alle haben aber gemein, dass sie aktuell noch der weiteren Untersuchung bedürfen, bevor sie als valide Entscheidungsbasis für die jeweiligen Landesregierungen dienen können. Der Bundesmusikverband veröffentlicht daher bewusst keine Empfehlung zu Abstands- und Hygieneregelungen, um die Unsicherheit nicht weiter zu verstärken. Der Bundesmusikverband setzt sich allerdings dafür ein, dass die Forschung verstärkt und gebündelt durchgeführt wird und zeitnah belastbare Ergebnisse hervorbringt, damit wieder unterrichtet, geprobt und musiziert werden kann. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Forschung noch einige Monate benötigen wird.

Bis dahin werden weiterhin unzählige Busreisen, Hotelübernachtungen oder Unterkünfte von Probenphasen storniert und entsprechende Ausfallgebühren beglichen - ohne dass den Ensembles Einnahmen gegenüberstehen. Investitionen - wie z.B. bereits durchgeführte Probenphasen - verpuffen und müssen später erneut getätigt werden. Dies alles führt zum finanziellen Ausbluten der Amateurmusik, deren Vereine zudem auf Grund der gesetzlichen Vorgaben des Gemeinnützigkeitsrechts auch nicht über nennenswerte Rücklagen verfügen dürfen. Darüber hinaus gehen den Vereinen in dieser Zeit sowohl ihr Publikum als auch ihr Nachwuchs trotz vieler kreativer digitaler Formate verloren und werden auch bei Wiederaufnahme des Konzertbetriebs nur mit großen Anstrengungen zurückzugewinnen sein.

Natürlich ist uns bekannt, dass auch Vereine die Hilfsprogramme des Bundes und der Bundesländer teilweise nutzen können. Dabei geht es allerdings in erster Linie um den wirtschaftlichen Geschäftsbereich eines Vereins. Die Tätigkeiten in den ideellen Bereichen, z.B. niedrigschwellige Angebote für Kinder, Jugendliche oder Senioren aber sind zurzeit kaum finanzierbar. Der Bundesmusikverband schließt sich daher der Forderung des Deutschen Kulturrats nach einem Kulturinfrastrukturfonds des Bundes an, um diese Bereiche auffangen zu können.

Wir rufen die Verbände und Vereine des Amateurmusizierens dazu auf, den jeweils zuständigen Abgeordneten zu verdeutlichen, dass eine Investition in die Amateurmusik zum jetzigen Zeitpunkt eine echte Existenzsicherung einer gesellschaftlichen Querschnittsleistung darstellt: Ehrenamt und Engagement sind nur in wirtschaftlich gesunden Vereinen möglich. Bricht diese Basis weg, lernen viel weniger Kinder und Jugendliche gemeinsam etwas zu erreichen und aufeinander zu hören, haben Menschen in strukturschwachen Räumen noch weniger Möglichkeiten, findet im Alter mehr soziale Vereinsamung statt und schrumpft ein großes verbindendes Element unserer Gesellschaft und gehen Orte des Demokratie-Lernens verloren. Der Bundesmusikverband stellt im Zusammenhang mit der Forderung nach einem Kulturinfrastrukturfonds einen Musterbrief zur Verfügung, welchen die Verbände und Vereine an ihre jeweiligen Abgeordneten senden können.

Ich drücke Ihnen und uns die Daumen, dass ein gemeinsames Musizieren bald wieder möglich sein wird – dennoch geht natürlich die Gesundheit vor. Wir danken allen, die sich aktuell für unsere Gesundheit und Sicherung der Lebensumstände einsetzen. Der Konzert- und Veranstaltungsbetrieb wird gemäß den aktuellen Erkenntnissen aber sicherlich noch längere Zeit ruhen müssen. Wir benötigen daher schnell wissenschaftliche Erkenntnisse und klare Perspektiven.

Ihr Benjamin Strasser MdB
Präsident des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e.V.

Singen in Zeiten von Corona

Weitere Angebote und Möglichkeiten des Singens in Zeiten von Corona vom FSB und anderen Chorverbänden finden Sie unter der Rubrik Fortbildungen.

Aktuelle Stellungnahme der Deutschen Stimmklinik zu "Chor-Singen und Gesangsunterricht in Zeiten von Corona" (Stand: 24.04.2020)

Schwere Zeiten für das Chorsingen. Hier die aktuelle Bewertung der Situation durch die Deutsche Stimmklinik Hamburg. Aufgrund dieses Artikels, und des derzeit bestehenden Versammlungsverbots, können auch weiterhin keine Chorproben stattfinden.

Corona-Virus – Info Stand 20.04.2020

Liebe Mitglieder im Fränkischen Sängerbund,

durch die täglichen Mitteilungen aus den Medien werden Sie laufend informiert, wie sich die Bedingungen zur notwendigen Bekämpfung der Corona-Pandemie ständig und drastisch ändern.

Durch die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen sind unsere Choraktivitäten (Konzerte, Proben, usw.) völlig zum Erliegen gekommen. Eine Wiederaufnahme kann auch unsererseits nicht vorhergesagt werden. Wir können nur raten, die getroffenen Maßnahmen konsequent zu befolgen, damit eine baldige Rückkehr zum normalen Leben und natürlich auch zum Chorbetrieb möglich sein wird.

Veranstaltungen:
Die rechtliche Lage stellt sich aktuell wie folgt dar:

  • Auf Grund der Allgemeinverfügung vom 06.05.2020 sind alle Veranstaltungen und Versammlungen landesweit in Bayern bis 5.6.2020 untersagt. Dieses Veranstaltungsverbot bricht alle geschlossenen Verträge. Es stellt „Höhere Gewalt“ dar. Dieses Veranstaltungsverbot gilt ähnlich auch in allen anderen Bundesländern, teilweise auch im Ausland.
  • „Höhere Gewalt“ befreit die dadurch betroffene Vertragspartei zeitweise oder möglicherweise dauerhaft von ihrer vertraglichen Leistungspflicht. Die andere Vertragspartei kann deswegen keinen Schadensersatz verlangen. Es können natürlich beide Vertragsparteien den Vertrag auf Grund „Höherer Gewalt“ aufheben, weil die Erfüllung eben unmöglich auf Grund des bestehenden Verbots wird. Es ist sehr sinnvoll, rechtzeitig und begründet abzusagen. (Auszug aus www.bayern-kreativ.de)

Auf Anfrage beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, ob Stornokosten aufgrund der Corona‐Pandemie (ausnahmsweise) förderfähig sind, wurde um Verständnis gebeten, dass weder das Staatsministerium noch der Bayerische Musikrat derzeit allgemeine Anweisungen zur Rückabwicklung von abgesagten Veranstaltungen geben können.
Ebenso wird um Verständnis gebeten, dass es für Aussagen zu etwaigen darüberhinausgehenden Erstattung‐ bzw. Unterstützungsmaßnahmen für den Laienmusikbereich durch den Freistaat Bayern derzeit noch zu früh ist.

Gleiches gilt auch für den Fränkischen Sängerbund. Förderfähige Kosten können nur durch Bewilligung des Ministeriums weitergereicht werden.

Unterstützung von freiberuflichen Chorleiter*innen
Viele Chorleiter*innen sind in den Chören freiberuflich tätig. Das heißt, dass ein Vergütungsanspruch auch nur dann besteht, wenn die Leistung erbracht wird bzw. erbracht werden kann. Insofern ist es ratsam, alternative Angebote für Chorleiter*innen zu überprüfen und umzusetzen.
Vielleicht ist Ihr Verein in der Lage, bei dringendem finanziellem Bedarf Ihres Chorleiters bzw. Ihrer Chorleiterin beispielsweise einen Vorschuss für noch zu erbringende Proben zu zahlen. Uns sollte daran gelegen sein, dass wir unsere Chorleiter*innen auch in diesen schwierigen Zeiten an uns binden und wir unserer Verantwortung ihnen gegenüber auch – so weit möglich – gerecht werden.

Bei existenzbedrohenden Liquiditätsengpässen von Freiberuflern kann bei der Regierung eine „Soforthilfe Corona“ beantragt werden. Alle weiterführenden Informationen und den sehr einfach gehaltenen Antrag dazu finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Darüber hinaus steht als hilfreiche Quelle allen Künstlern und Kreativschaffenden der Handlungsleitfaden für die Kultur- Kreativwirtschaft zur Verfügung.

Alle Hinweise erfolgen verständlicherweise ohne rechtliche Verbindlichkeit, da es auch von den offiziellen Seiten laufend Aktualisierungen gibt.

Aktuelle Mitteilung des Bayerischen Musikrates

Bayerischer Musikrat – Pressemitteilung
München, den 20. April 2020

1.000 Euro pro Monat für freischaffende KünstlerInnen

BMR Präsident dankt im Auftrag der Musikverbände dem Bayerischen Ministerpräsidenten

Ministerpräsident Markus Söder kündigte in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Bayerischen Landtag in München am 20. April 2020 an, Künstlern zunächst für drei Monate mit 1000 Euro finanziell unter die Arme zu greifen. Es geht dabei um rund 30.000 freiberufliche KünstlerInnen, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert sind.

Der Präsident des Bayerischen Musikrates, Dr. Thomas Goppel, begrüßt die Erweiterung der Förderung für Künstler in Bayern in der Zeit der Corona-Krise. Nachdem es in den letzten Wochen bereits Maßnahmen zur Krisenbewältigung für die bayerische Musikszene gab, mit denen, wie in anderen Branchen auch, z. B. angestellte Orchestermusiker und Musikpädagogen durch Kurzarbeiter-Geld unterstützt werden, wird nun auch freien MusikerInnen geholfen.

Gemeinsam mit den Präsidenten großer Musikverbände in Bayern, Manfred Ländner, MdL und Präsident des Nordbayerischen Musikbundes, Peter Winter, MdL a.D. und Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes, Franz Josef Pschierer, MdL und Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Dr. Marcel Huber, MdL und Präsident des Musikbundes von Ober- und Niederbayern sowie Berthold Rüth, MdL, Präsident des Musikverbandes Untermain hatte Goppel am 17. April 2020 in einem Brief an den Ministerpräsidenten Unterstützung für diese MusikerInnen gefordert. Sie hätten ohne eigenes Verschulden vom einen Tag auf den anderen alle Auftrittsmöglichkeiten und damit Einkünfte verloren, da in den meisten Fällen in den Verträgen kein Ausfallhonorar für einen solchen Fall vereinbart worden war.

Auch prominente KünstlerInnen wie die Violinistin Anne-Sophie Mutter und die Dirigenten Thomas Hengelbrock und Christian Thielemann hatten in der letzten Woche in einem offenen Brief an Kultur-Staatsministerin Grütters schnelle Hilfe für Künstlerinnen und Künstler gefordert.

Dr. Goppel: „Gerne nehme ich den Auftrag der Musikverbände war, dem Ministerpräsident Söder und der bayerische Staatsregierung zu danken, dass nun neben den bisherigen Maßnahmen für angestellte MusikerInnen auch Unterstützung für die Gruppe von MusikerInnen zur Verfügung steht, die, wie der Ministerpräsident selbst sagt, „durch jedes Raster fällt“.
www.bayerischer-musikrat.de

Ende der Pressemitteilung

 

Man sollte deshalb bereits heute in die Überlegungen mit einbeziehen, dass die besagten Veranstaltungsverbote auch darüber hinaus bestehen bleiben und damit auch Auswirkungen auf geplante Konzerte & Veranstaltungen im Mai (oder ggf. noch länger) haben könnten. Die besondere und dynamische Situation ist auch für alle offiziellen Stellen eine riesige Herausforderung. Wir alle, jeder an seiner Stelle und in seiner Funktion, sind aufgerufen, an der Bekämpfung der Pandemie und ihren Auswirkungen so konsequent und verantwortungsvoll wie irgend möglich mitzuwirken.

Als derzeit oberste Priorität gilt daher: Bleiben Sie Zuhause und helfen Sie mit, die weitere Verbreitung von Covid-19 einzudämmen!

Ihnen allen wünschen wir Gesundheit, Zuversicht und ein gutes Durchhaltevermögen.

Wir alle hoffen, dass wir unsere Vereinsaktivitäten in absehbarer Zeit wiederaufleben lassen können. Bis dahin bleiben die getroffenen Maßnahmen wohl alternativlos.

Ihr
Fränkischer Sängerbund e.V.

Download:

Sammlung Internetlinks:

ACHTUNG: Diese Informationen können nur unterstützen und entbinden die Verantwortlichen unserer Mitgliedsvereine nicht davon, sich eigenverantwortlich und selbständig täglich über die aktuelle Lage zu informieren und eigene Entscheidungen zu treffen!
Bei neuen Entwicklungen oder allgemein verbindlichen Informationen oder Verordnungen werden wir Sie umgehend informieren und auf dem Laufenden halten!

Standpunkt von Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbandes, zur aktuellen Situation

Christian Wulff, Präsident des Deutschen Chorverbandes
© Laurence Chaperon
In der Krise geht es darum, das System der liberalen Demokratie für den „Regelbetrieb“ zu erhalten. Dafür sind Kultur und Kulturschaffende unerlässlich. Ihnen muss jetzt geholfen werden!
Kultur ist systemrelevant!

In den letzten Tagen haben wir viel davon gehört, welche Berufsgruppen in der Corona-Krise systemrelevant seien: Menschen aus den Pflege- und Heilberufen, aus Polizei, Feuerwehr, aus dem Einzelhandel, sofern es die Grundversorgung betrifft, kurzum: diejenigen, ohne die unserer ohnehin taumelnden Gesellschaft ein Stück ihrer Basis entzogen würde. Diese Einteilung so vorzunehmen, ist gut und richtig.
Genauso gut und richtig ist es, dass die Regierungen in ganz Europa schon jetzt an die Zeit nach der Krise denken und etwa Unternehmen aller Art auf ganz unterschiedliche Weise vor Insolvenz schützen wollen. Dadurch sollen kurzfristig die Märkte beruhigt, mittelfristig die Unternehmen am Leben gehalten und langfristig Massenarbeitslosigkeit und Stärkung des Populismus vermieden werden. Dies sind also auch Investitionen in den Fortbestand von liberaler Demokratie und offener Gesellschaft.

Die Gesellschaft, in der wir leben, ist allerdings auch in einem sehr hohen Maße davon geprägt, dass an allen Ecken unseres Landes Menschen auf ehrenamtlicher Basis mittun und ihr Umfeld vor Ort gestalten. Sie bereichern damit nicht nur ihr eigenes, sondern unser aller Leben.

Den Rahmen dafür bieten zumeist Vereine und Verbände. Sie tragen das Gerüst aus Haupt­ und Ehrenamt, das wir alle für selbstverständlich halten – überall in Deutschland. In den letzten Jahren haben wir ohnehin schon feststellen müssen, dass die grundlegende Finanzierung dieser Strukturen an ihre Grenzen kommt- in einer Gesellschaft, in der der Wille schwindet, sich in Strukturen zu binden und diese damit auch zu finanzieren. An vielen Stellen sind Vereine und Verbände kaum mehr in der Lage, sich diejenigen Hauptamtlichen zu leisten, die Ehrenamt erst ermöglichen.

Diese Entwicklung wird sich durch die gegenwärtige Krise noch weiter verschärfen. In vielen Fällen haben Vereine oder Verbände bereits Investitionen getätigt für Veranstaltungen, die nun abgesagt werden müssen. Anfallende Kosten können oft nicht oder jedenfalls nicht voll durch Zuwendungen der öffentlichen Hand abgefangen werden. Zudem heißt das Herunterfahren allen Vereins- und Verbandslebens auch, dass viele einen Anlass haben, sich über ihre Mitgliedschaft Gedanken zu machen. Es könnte also zu zusätzlichen Austritten kommen, was die Finanzen weiter schwächt. Beschleunigt wird dadurch der bereits stattfindende Prozess der Schwächung von denjenigen Strukturen, die das Vereinsleben in vielen Bereichen tragen.

Darüber hinaus gibt es ein eingeübtes Zusammenspiel aus Strukturen und freiberuflich Tätigen. Im Chorbereich betrifft das vor allem unsere Chorleiterinnen und Chorleiter. Aber auch an anderen Stellen werden Kulturschaffende viel zu häufig nur dann bezahlt, wenn sie auch wirklich tätig sein können. Über diese Praxis muss man sicher generell streiten. In der gegenwärtigen Situation hat sie zur Folge, dass viele Kulturschaffende in ihrer Existenz bedroht sind. Das wiederum ist nicht nur das persönliche Problem der Betroffenen – denn natürlich leben Ensembles aller Art davon, dass es Menschen gibt, die fähig und willens sind, sie zu leiten. Wenn viele professionelle Kulturschaffende nun gezwungen wären, sich dauerhaft nach Alternativen umzusehen, hieße das auch, dass immer weniger von ihnen zur Verfügung stehen. Das bedroht unmittelbar die Existenz von sozialer und kultureller Infrastruktur in allen Teilen Deutschlands.

Dieser Prozess würde vermutlich in der Hauptsache diejenigen Regionen treffen, die wir ohnehin schon als „strukturschwach“ ansehen. Man muss kein Prophet sein, um anzunehmen, dass die Folgen eine weitere Schwächung des ländlichen Raums, Landflucht und politische Radikalisierung der Zurückbleibenden sein werden.

Das oben zur wirtschaftlichen Entwicklung Gesagte gilt in gleicher Weise für die Kultur in ganz Deutschland: Wir müssen kurzfristig die berufliche Existenz von Kulturschaffenden und die Liquidität von Vereinen und Verbänden retten. Mittelfristig kann damit die bestehende kulturelle Infrastruktur gesichert werden, um langfristig Landflucht und Radikalisierung vorzubeugen. Gerade dies sind Investitionen in den Fortbestand von liberaler Demokratie und offener Gesellschaft.

Ganz konkret sehe ich mehrere notwendige Wege, die entschlossen gegangen werden müssen.

Alle sind in der solidarischen Pflicht, jede und jeder einzelne. Wer möchte, dass seine Chor­ leiterin, sein Chorleiter dem Chor erhalten bleibt, sollte diese Frage offen ansprechen und muss eventuell auch bereit sein, gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Chores ihr oder ihm sofort über eine Durststrecke zu helfen, sofern das machbar ist. Wer mit einem Vereinsaustritt liebäugelt, sollte sich klarmachen, dass dies der denkbar ungünstigste Zeitpunkt ist. Ein Aus­ tritt derzeit könnte einem Verein oder Verband unter Umständen den Todesstoß versetzen.
Jetzt müssen wir zusammenstehen.

Die öffentliche Hand ist auf allen Ebenen klar gefordert, kurzfristig und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Notwendig sind zum Beispiel: Die Auszahlungen von Zuwendungen, auch wenn Veranstaltungen derzeit nicht durchgeführt werden können; oder der Erlass von Miet­ zahlungen, wenn etwa Räumlichkeiten benutzt werden, die der öffentlichen Hand gehören.

Und natürlich sollte die Situation auch Anlass dafür bieten, die restriktive Praxis zu über­ denken, die auf allen Ebenen generell für institutionelle Förderungen gilt. Wenn wir wollen, dass kulturelle Infrastruktur in einer Weise überlebt, wie wir sie kennen und wie wir sie uns auch wünschen, dann werden wir auch um diese Diskussion nicht herumkommen.

Der Begriff der Systemrelevanz stellt sich in einer Krise anders dar als in Zeiten, die wir bei aller Bewegtheit als „normal“ bezeichnen. Das darf uns aber nicht dazu verleiten anzunehmen, dass Systemrelevanz sich ausschließlich auf den Krisenfall bezieht. Es geht auch darum, das System der liberalen Demokratie für den „Regelbetrieb“ zu erhalten. Dafür ist Kultur und sind Kultur­ schaffende unerlässlich. Sie ist und sie sind systemrelevant! Ihr und ihnen muss geholfen werden. Schnell, wirksam und unbürokratisch!

Christian Wulff ist Präsident des Deutschen Chorverbands. Von 2003 bis 2010 war er Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Als 10. Präsident der Bundesrepublik Deutschland (2010-2012) engagiert sich Christian Wulff heute unter anderem für den Zusammenhalt in der Gesellschaft, die Integration von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und im Dialog von Gläubigen verschiedener Religionen. Als ehemaliges Staatsoberhaupt vertritt er Deutschland auch auf internationaler Ebene.

21. Leistungssingen des Fränkischen Sängerbundes

Am 21. November 2020 organisiert der Fränkische Sängerbund wieder sein Leistungssingen, diesmal in der Orangerie in Ansbach. Dabei stehen die teilnehmenden Chöre nicht in Konkurrenz zueinander, sondern werden nach ihrer jeweiligen Leistung individuell bewertet und gefördert. Die traditionsreiche Veranstaltung wartet seit 2018 mit einigen Neuerungen und Zusatzangeboten auf, die hier nochmals kurz zusammengefasst dargestellt werden und es auch für Ihren Chor interessant machen, dabei zu sein. Die Teilnahmebedingungen finden Sie in den beigefügten Richtlinien.

D-Kategorie - Hier kann jeder mitmachen!
Mit dem Leistungssingen 2018 wurde eine neue Kategorie eingeführt: Die Leistungsstufe »D«. Diese Stufe ist als Einstieg in das Leistungssingen gedacht. Deshalb gibt es hier auch kein vorgeschriebenes Pflichtchorwerk.
Im Vordergrund steht hier (wie auch in den anderen Stufen) die Weiterentwicklung jedes einzelnen Chores. Das jeweilige Ensemble bekommt durch die begleitenden Maßnahmen eine kollegiale Rückmeldung, fachliche Unterstützung und wertvolle Anregungen zur Weiterarbeit, ohne jeden Druck. Denn in dieser Stufe erhält jeder Chor den Titel »Leistungschor«. Der Fränkische Sängerbund honoriert damit das Engagement und das Bemühen seiner Chöre in jeder Leistungsstufe.

Vergabe der Leistungsstufen - Hier gibt es keine Verlierer!
Wie bisher melden sich die Chöre für die Stufen A (hohe Anforderungen), B (mittlere Anforderungen) oder C (leichte Anforderungen) – oder eben D (außer Konkurrenz) über ihren Kreis-Chorleiter an. Neu ist, dass die Jury für den Fall, dass sie diese Leistungsstufe nicht erreicht sieht, dem Chor ein Prädikat einer anderen Leistungsstufe zuerkennen kann. Das bedeutet, dass z.B. ein Chor, der das A-Leistungsniveau nicht erreicht hat, trotzdem in der B-Kategorie mit gutem Erfolg abschließen kann.
Auch hier soll deutlich werden: Es geht nicht um „Scheitern oder Bestehen“, sondern darum, den Chor in seiner Leistungsbereitschaft zu unterstützen und zu weiterer Leistungssteigerung zu animieren – so verstehen wir „Leistungs“-Singen.

Pflichtstückkatalog- Hier gibt es viel zu entdecken!
In den Leistungsstufen A, B und C wird weiterhin ein dem Niveau angemessenes Pflichtchorstück vorgeschrieben. Diese Stücke sind nun aber bereits vor der Anmeldung bekannt, sodass sich jeder Chorleiter ein Bild von den Anforderungen der jeweiligen Stufe machen kann. Außerdem werden innerhalb dieses »Pflichtstückkatalogs« in jeder Stufe und zu jeder Chorgattung mehrere Stücke aus verschiedenen Stilrichtungen angeboten. Die Chöre können ein Pflichtstück aus diesem Katalog auswählen. Natürlich kann diese Sammlung von Stücken auch als Vorschlagsliste für die Wahlstücke verwendet werden.

Chorcoaching– hier arbeiten wir gemeinsam!
In der Vorbereitungsphase kann jeder teilnehmende Chor ein Chorcoaching, also eine Trainingseinheit beantragen, bei dem der Kreis-Chorleiter bzw. ein Musikauschussmitglied mit Rat und Tat zur Seite steht. Die Form dieses Chorcoachings besprechen der Chorleiter und der Kreis-Chorleiter in einem kollegialen Vorgespräch. So können auftretende Fragen im Vorfeld des Leistungssingens beantwortet und wertvolle Anregungen für die eigene Chorarbeit gewonnen werden.
Direkt im Anschluss an den Auftritt des Chores beim Leistungssingen findet ein Gespräch zwischen dem Chorleiter und einem Jurymitglied statt, in dem Entwicklungsfelder kollegial angesprochen und gute Leistungen hervorgehoben werden. All diese Angebote sind für die teilnehmenden Chöre kostenlos.

3. Oktober – Deutschland singt.

3. Oktober – Deutschland singt.Corona kann die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ nicht stoppen

„Wir singen zur Not auch vom Balkon und aus dem Fenster oder als virtueller Chor, falls die Corona-Krise am 3. Oktober eine öffentliche Feier auf den Marktplätzen noch nicht ermöglicht“, so Bernd Oettinghaus, Projektleiter der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“. „Wir haben aber immer noch die Hoffnung, dass die Extremsituation am Tag der Deutschen Einheit überstanden ist und wir gerade dann ein gemeinsames Dankes- und Freudenfest feiern können.

Zum Ideenstart der Kampagne „3. Oktober – Deutschland singt“ war nicht abzusehen, dass die ganze Welt über das Coronavirus aus den Fugen geraten würde. Jetzt hält das Virus unser Land schon seit Monaten fest im Griff. Die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ will trotz alledem am 3. Oktober 2020 im gemeinsamen Musizieren auf die Ereignisse der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit vor 30 Jahren zurückblicken und Mut für die Zukunft machen.

Durch die aktuellen Geschehnisse hat die Initiative für das gemeinsame Singen am 3. Oktober einen weiterführenden Charakter entwickelt. Denn neben der Dankbarkeit darüber, in einem demokratischen vereinten Land leben zu dürfen, steht auch der Zusammenhalt in der Gesellschaft, die gelebte Einheit in Freiheit im Mittelpunkt der Aktion. Wir setzen musizierend ein Zeichen des Zusammenhalts, des Friedens und damit auch des gemeinsamen Kampfes gegen das Coronavirus und den zu erwartenden gesellschaftlichen Folgen. Es geht um Solidarität – keiner bleibt allein, wir überwinden die Krise nur zusammen!

Gemeinsam musizieren bringt die Menschen aus allen Kulturen und Generationen seit jeher in einen kulturellen und gesellschaftlichen Einklang. Deshalb wollen wir am 3. Oktober 2020 um 19 Uhr gleichzeitig im ganzen Land zehn verbindende Lieder wie Volkslieder, Spirituals, Popsongs, Gospels, Choräle und Schlager singen. Nach der langen Zeit ohne kulturelle Veranstaltungen und gemeinsames Musizieren, ist dies ein Lichtblick in Zeiten der Corona-Krise.

Da aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen keine Ensembleproben möglich sind, findet am 1. Mai 2020 über die Facebook- und die Youtube-Seite der Initiative eine virtuelle Probe mit allen interessierten Chören und individuell Gesangsbegeisterten unter der Leitung von Christian Schnarr statt. Weitere Informationen zu dieser Aktion sind auf der Website der Initiative zu finden sowie über deren Social Media-Kanäle. Die Noten dazu können über die Website www.3-oktober-deutschland-singt.de/onlineprobe vorab runtergeladen werden.

Die Initiative möchte durch den Blick der Dankbarkeit die Bereitschaft fördern, sich mit der friedvollen Weiterentwicklung der Einheit und Demokratie in unserem Land hoffnungsvoll auseinander zu setzen. Dieser kultur- und generationsübergreifende Ansatz soll auch nach der Krise zum Leitmotiv unseres Miteinanders werden.

Weitere Informationen zum Projekt:
Für Idee und Umsetzung sind die Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ und der Verein Danken.Feiern.Beten. e.V. unter der Trägerschaft des Bundesmusikverbands Chor und Orchester e.V. (BMCO) verantwortlich.

Weitere Informationen zu Idee und Ausrichter*innen sowie zur Teilnahme vor Ort sind auf der Homepage des BMCO unter www.bundesmusikverband.de/3oktober/ sowie auf der Website der Initiative www.3oktober.org zu finden.

Bei Nennung der Bildrechte kostenlos nutzbares Material:
Dieses kann im Pressebereich der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt.“ heruntergeladen bzw. angefordert werden.

Pressekontakt BMCO:
Projektleitung | Johannes Wollasch
Cluser Str. 5 | 78647 Trossingen
Telefon: 07425 - 32 88 06 - 33
E-Mail: 3oktober@bundesmusikverband.de

Alle Informationen auch online unter www.bundesmusikverband.de/pressemitteilungen

Social-Media:

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